Warum Naturkosmetik soviel besser ist

Warum Naturkosmetik soviel besser ist

Bausteine aus der Natur für deine Haut

Lebewesen – Pflanzen, Tiere und natürlich auch wir Menschen – bestehen neben ganz viel Wasser aus Fettsäuren. Dazu kommen noch anderen Lipide (Fette), Proteine, Salze, Polysacchariden, Vitamine und noch einige mehr. Diese Stoffe „baut“ der Körper selbst aus den „Bausteinen“, die ihm mit der Nahrung zugeführt werden. Auch unsere Haut wird auf diese Weise von innen versorgt. Der Vorteil der Haut ist, dass sie auch von außen zugeführte, also zum Beispiel mit einer Creme aufgetragenen Stoffe, aufnehmen und einbauen kann. Voraussetzung ist allerdings, dass die Creme geeignete, für die Hautzellen und die sie umgebende Lipid-Matrix verwertbare Stoffe enthält. Und hier unterscheiden sich konventionelle Kosmetik und Naturkosmetik drastisch voneinander.

Pflanzenfette liefern wertvolle Lipide

Naturkosmetik basiert auf Pflanzenölen und auch Stoffen tierischer Herkunft wie Lanolin (Wollfett) oder Bienenwachs. Diese Fette, die man im Fachbegriff als (Mono-, Di- oder Tri-) Glycerinester bezeichnet, sind im Aufbau mit den Hautfetten identisch. Deshalb können hauteigene Enzyme diese natürlichen Fette „zerlegen“ (mit Fetten, die aus Mineralöl gewonnen werden, geht das nicht). Beim "Zerlegen" (man spricht von einer enzymatischen Hydrolsye) entstehen zwei Produkte: das Glycerin und ein Gemisch aus Fettsäuren. Glycerin liebt Wasser! Man sagt: Es ist hydrophil. Deshalb ist Glycerin ein wichtiger Bestandteil des hauteigenen Feuchthaltesystems (englisch: natural moisturing factor, NMF).  Es hilft der Haut, Wasser zu binden und sie glatt und geschmeidig zu halten. Die freigewordenen Fettsäuren können direkt mit den hauteigenen Lipiden verschmelzen und die Zellmembranen sowie die Lipidmatrix (den „Mörtel“ im Ziegel-Mörtel-System) stabilisieren.

Naturkosmetik: Auf deine Haut zugeschnitten

Eine gute, naturkosmetische Creme bietet der Haut ganz bestimmte Fettsäurespektren an. Dazu werden die Rezepturen so ausgetüftelt, dass für jeden Hauttyp eine spezielle Kombination an Fetten, Ölen und Buttern bekommt. Braucht die Haut besonders reichhaltige Pflege? Oder eher Hydratisierer gegen trockene Haut? Reifere Haut hat andere Bedürfnisse als eine zur Verhornung neigende oder eine entzündlich-sensitive Haut. Die Natur stellt für alle die passenden Zutaten bereit, und Naturkosmetik bedient sich an diesen Schätzen.

Doch damit nicht genug: Zutaten aus natürlichen Rohstoffen bringen eine Vielzahl sogenannter sekundärer Pflanzenstoffe mit sich. Dazu gehören natürliche Antioxidantien, Lipide bis hin zu kostbaren Phythohormonen. Die Pflanze bildet solche Stoffe, um sich zum einen selbst vor Umwelteinflüssen zu schützen, zum anderen sind sie wichtige Nährstoffe für die neue Pflanze, die beispielsweise aus einem Sonnenblumenkernen oder einer Avocado entstehen wird – beides Beispiele für phantastische „Rohstoffquellen“, die dankbar von unserer Haut aufgenommen werden können.

Konventionelle Kosmetik: Im besten Fall kein Schaden

Konventionelle Kosmetik kann nichts davon. Der „Körper“ einer konventionellen Creme besteht aus Paraffinen. Das sind Kohlenwasserstoffketten, die aus Mineralöl gewonnen werden. Sie haben keinerlei Ähnlichkeit mit den Lipiden der menschlichen Haut. Im besten Fall schaden sie nicht – aber die Haut kann sie auch nicht nutzen. Gleiches gilt für Silikone: Zwar geben sie der Haut einen „soften Touch“, aber auch sie kann die Haut nicht verstoffwechseln. Tatsächlich pflegen also Silikone die Haut gar nicht - bei der nächsten Reinigung werden sie wieder abgewaschen (und gefährden dann das Wasser und seine Bewohner).

Manche konventionelle Kosmetik enthält zwar einzelne „sinnvolle“ Zusätze wie z.B. Sheabutter oder Mandelöl. Die Hersteller bewerben dies dann auch massiv als "natürlich". Sie täuschen damit aber bewusst darüber hinweg, dass rund 95 % der Rezepturen für die Haut ohne Wert sind. Das große Potenzial, welches die Natur für die barrierestärkende Hautpflege bereithält, bleibt ungenutzt.

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